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Wenn Maschinen Wissen weitergeben

11.03.2026

Visuelle Anleitungen zeigen Arbeitsschritte in Echtzeit auf


Produzierende Unternehmen stehen längst vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Neben dem Fachkräftemangel – gerade in kleineren und mittleren Unternehmen besonders präsent[1] – nimmt der Wettbewerb stetig zu und gegenwärtig steigt der Kostendruck. Aus diesen Gründen kommt es vermehrt darauf an, Abläufe zu optimieren, Fehleranfälligkeit zu minimieren und Mitarbeitende zu entlasten. „Beispielsweise gehen erfahrene Mitarbeitende in den Ruhestand, gleichzeitig steigt die Variantenvielfalt in der Fertigung. Damit werden Wissenstransfer, Qualitätssicherung und schnelle Einarbeitung neuer Kräfte zu zentralen Erfolgsfaktoren“, erklärt Michael Kunze, Gründer sowie Geschäftsführer der MKey Solution GmbH, und hat gleichzeitig einen zielführenden Ansatz: „KI-gestützte Werkerassistenzsysteme mit Augmented Reality (AR) bieten hier eine zukunftsweisende Lösung. Diese blenden Mitarbeitenden Arbeitsschritte direkt ins Sichtfeld ein – exakt abgestimmt auf Produktvariante, Qualifikationsstufe und Sprache.“ Auf diese Weise gelingt ohne statische Papierdokumentation oder komplexe PDF-Anleitung eine intuitive Schritt-für-Schritt-Führung in Echtzeit.

Wo passt welche Schraube?

Als Grundlage fungiert eine Kombination aus Bildverarbeitung und AR, die für eine Vereinfachung komplexer Aufgaben sorgt und gleichzeitig Arbeitsschritte vereinfacht. Integrierte Bildverarbeitung validiert zusätzlich jeden Step im Prozess. Kamerabasierte Prüfmechanismen erkennen, ob Komponenten korrekt positioniert und vollständig verbaut wurden. „So zeigt das System Fehler unmittelbar an und ermöglicht direkte Korrekturen. Es kommt dementsprechend nicht zu Folgefehlern sowie Zeitverlusten und möglicherweise auch Qualitätsmängeln“, gibt Kunze Einblicke. „Welche Schraube gehört an welche Stelle? Wohin muss das Bauteil auf einer Leiterplatte? Auf all das gibt das System Antworten, Arbeitsabläufe werden reproduzierbar dokumentiert und kontinuierlich optimiert.“ Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinnt zudem die systematische Sicherung von Erfahrungswissen an Bedeutung. Neue Mitarbeitende erreichen dadurch schneller das erforderliche Qualitätsniveau bei der Reduktion von Fehlerquoten.

Faktor Sicherheit

Angesichts steigender Qualitätsanforderungen und zunehmender Komplexität in der Fertigung entwickeln sich digitale Assistenzsysteme vom optionalen Hilfsmittel zum strategischen Wettbewerbsfaktor. Über ein integriertes User-Management erhalten Mitarbeitende in diesem Zusammenhang ausschließlich Aufgaben, für die sie qualifiziert sind. „Entsprechende Arbeitsanweisungen erhalten Nutzer des Werkerassistenzsystems in der jeweiligen Muttersprache. Somit bleiben Missverständnisse in der Regel aus, was zu mehr Prozesssicherheit, besserer Effizienz und höherer Produktivität führt“, so der Experte. Darüber hinaus gewinnen Unternehmen Transparenz und Nachvollziehbarkeit über alle Produktionsschritte hinweg. „Digitale Werkerassistenz ist ein zentraler Baustein moderner Industrie-4.0-Strategien. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Fachkräfte zu entlasten, Wissen langfristig zu sichern und Produktionsprozesse resilienter zu gestalten“, schließt Kunze ab. Neben Qualitätssteigerungen profitieren Unternehmen auch wirtschaftlich durch weniger Ausschuss, geringere Nacharbeit, reduzierte Stillstandszeiten und eine höhere Prozessstabilität.

Weitere Informationen unter: www.mkey-solution.com 

[1] Fachkräftemangel in KMU, Studie 02/2026, KOFA Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung.

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